Verflixt nochmal. Karlchen ist seit Freitagabend abgängig und ich mache mir wieder einmal Sorgen um den kleinen Kerl.
In den letzten beiden Nächten kaum geschlafen, ich bin alle halbe Stunde auf die Terrasse gerannt und habe nachgesehen, ob er in seiner Kuschelkiste liegt.
Nun reichen meine Augenringe bis zum Kinn, ich sehe aus wie der Tod auf Latschen.
Richtig neu ist das ja nun nicht; Karlchen wurde schon öfter mal in fremden Betten aufgegriffen.
Vor knapp zwei Jahren, als ums ganze Haus ein Gerüst aufgebaut war, fand er es besonders spannend, durch zum Lüften offenstehende Fenster irgendwo anders "einzubrechen" und es sich dort gemütlich zu machen.
Ungefähr zu dieser Zeit mussten wir Steckbriefe für Greebo aufhängen, da wurden wir dann auch angerufen und uns wurde Karlchen anstatt seinem Brüderchen überreicht. Stichwort fremde Betten halt.
Ich will nicht losgehen und Karlchen suchen, denn ich habe Angst, ihn zu finden. So wie ich Greebo damals gefunden hatte, überfahren auf dem Autobahnzubringer. Das halte ich nicht nochmal durch, fürchte ich.
Bitte drückt Daumen, dass er wieder nach Hause kommt.
Dankeschön.
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